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1869 Die Freiwillige Feuerwehr wird am 16.November 1869 im oberen Lokal des Gasthauses zum "schwarzen Adler"
in der Unteren Vorstadt gegründet. Die Gründung ging vom Turn-verein aus, wodurch die Wehr zu dieser Zeit
auch den Namen "Turner-Feuerwehr" erhielt.

1873 Sieben Gemeinden leisteten Zuschüsse zur Anschaffung von Geräten, weshalb man feststellen kann, dass die
Freiwillige Feuerwehr Leutershausen bereits seit dieser Zeit als STÜTZPUNKTWEHR tätig war.

1874 Am 4. Dezember 1874 erhielt die Wehr ihre Feuertaufe beim Brand der großen Scheune des Seilers Dürnhöfer.

1877 wurde beim Brand in der Brauerei Seubold in Herrieden durch die Wehr zum ersten Male auswärts Hilfe geleistet

Überlanddienste wurden 1884 im Mittelramstadt, 1889 und 1890 in Gutenhard, 1892 in Büchelberg und 1894 in
Aurach geleistet. Weitere Nachbarschaftshilfe erfolgte in Winden, Neunkirchen, Schloß Rammersdorf und
Waizendorf

1895 Das 25-jährige Bestehen der Wehr wurde gefeiert.

1909 Am 15.Mai wurde die Stegmühle samt Wohnhaus durch ein Großfeuer eingeäschert.

1919 Das 50-jährige Bestehen sollte der ernsten Zeit entsprechend würdig, aber im kleinen Rahmen gefeiert
werden.

13 Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr kostete der 1.Weltkrieg (1914 - 1918) das Leben.

1925 erfolgte die Installation einer elektrischen Sirene auf dem Oberen Turm.

1927 Kauf der ersten Motorspritze (Magirus auf Lafette mit Vollgummirädern) die erstmals beim Brand 1928 in der
Weihersmühle und bereits einen Tag später beim Brand im Sengelhof eingesetzt wurde.

1930 hatte die Wehr zwischen 215 ! Und 225 ! Mitgliedern!

1932 Kauf des ersten Feuerwehrautos. Ein gebrauchter Postomnibus mit Vollgummirädern.

1934 Die frühere Zehntscheune am Ochsenhof wird zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut.
Dies ist bis August 2007 der Standort der Freiwilligen Feuerwehr Leutershausen.

1937 Die gesetzlichen Bestimmungen des Dritten Reiches schrieben 1937 eine Neuschaffung der Feuerwehr vor.
Dem Gerätestand war nun nur noch eine Mannschaftszahl von 107 Mann zulässig. Die Wehr mit 165 Aktiven
mußte deshalb reduziert werden.

1940 Durch den zweiten Weltkrieg war es sogar notwendig, 1940 eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Männliche
Jugendliche "mußten" ab 16 Jahren beitreten. Die jungen Leute, die einen eigenen Löschzug bildeten, waren
mit Begeisterung bei der Sache.
Durch die immer häufiger werdenden Luftangriffe der Alliierten, war es notwendig, einen besonderen Löschzug
aufzustellen. Dieser Löschzug setzte sich aus Löschgruppen der Wehren Rothenburg, Leutershausen und
Schillingsfürst zusammen. Diese kamen überall dort zum Einsatz wo größere Katastrophenbrände ausbrachen
wie z.B. in Nürnberg, Ansbach, Rothenburg, Colmberg und Wiedersbach. Zur Beförderung diente ein Schlepper
und die Einsätze erstreckten sich oft Über mehrere Tage. Zum Glück kam bei diesen gefährlichen Einsätzen
kein Leutershäuser Feuerwehrmann ums Leben.

1945 Am 18.April kam es durch einen Fliegerangriff der Alliierten zu der größten Brandkatastrophe aller Zeiten
für Leutershausen. Nahezu 25% aller Gebäude brannten nieder. Die Wehr konnte der Lage nicht Herr werden,
da die Wasserleitungen leer waren und nur die wenigen vorhandenen Brunnen noch als einziges Hilfsmittel
dienten. Nach vielen Stunden gelang es, dem rasenden Feuer Einhalt zu gebieten.

1950 Erst ab diesem Jahr wurde wieder Protokoll geführt und alle glücklich Heimgekehrten und pflichtbewussten
Männer kehrten zur Wehr zurück und stärkten die Einsatzkraft sehr.

1952 Kauf einer Zweiten Motorspritze TS 8 mit Anhänger. Gezogen von LKW's der Spedition Fritz Zwengauer.

1955 Kauf eines gebrauchten Sangas des Roten Kreuzes und Umbau zu einem Mannschaftsfahrzeug. Mit diesem
konnte die 2.Motorspritze transportiert werden.

1957 Das erste Tanklöschfahrzeug wurde erworben. Nun hatte die Wehr einen wirklich schlagkräftigen Löschzug.

1959 Am 26.Juli konnte die Wehr ihr 90-jähriges Bestehen feiern. Es wurde eine große Schauübung unter
Beteiligung vieler Nachbarwehren abgehalten.

1963 Am 14.März erhielt die Wehr ein neues Tanklöschfahrzeug.

1965 Nach starken Regenfällen am 16.Juli bestand die Gefahr eines Dammbruchs am unteren Weiher und
Fischbuck. Ein stundenlanger Einsatz war die Folge.

1966 Ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 mit TS 8/8 werden am 15.02. angeschafft und das alte Tanklöschfahr-
zeug ausrangiert.

18.08. Großbrand in Lenzersdorf

1969 Mit dem 20.April begann die Scheunen- und Stallbrandserie in Gutenhard und Steinberg. 7 Anwesen waren bis
15.Mai davon betroffen. Bei allen Bränden war die Wehr Leutershausen zur Stelle und leistete Nachbarschafts-
hilfe, obwohl sie in den Alarmplänen des damaligen Landkreises Rothenburg nicht vorgesehen war.
Durch das Einschalten der Regierung konnte dann erreicht werden, dass unsere Nachbarorte im Landkreis
Rothenburg überörtlichen Feuerschutz durch das nahe gelegene Leutershausen durch Aufnahme in die
Alarmpläne erhielten.

18. Und 19. Oktober konnte die 100-Jahresfeier begangen werden. Eine Schauübung zeigte die wirkliche
Schlagkraft der eingesetzten Wehren.

1974 Die Stadt kauft das erste Schlauchfahrzeug SW 1000 im Großlandkreis Ansbach.

1975 Von 1975 bis 1977 erfolgte der grundlegende Umbau des Gerätehauses am Ochsenhof mit einer Erhöhung
des Turms zum einfachen Aufhängen der Schläuche.

Unsere Wehr wird lt. Schreiben des Landratsamtes Ansbach auf dem Autobahn-Abschnitt "Aurach - Herrieden"
bei Unfällen eingesetzt.

Eine weitere Sirene wird auf dem Grundschulgebäude am Alten Postberg installiert.

1979 Das 110-jährige Bestehen der Wehr wurde am 28.und 29.Juli zusammen mit dem ersten Altstadtfest gefeiert.

1980 Anschaffung von schwerem Atemschutzgerät und einer hydraulischen Schere für die Verkehrsunfallbekämpfung

1983 Die Schreinerei-Werkstatt unseres Kameraden Kronberger brennt am 16.06. nieder.

1985 Die Wehr ist bei Scheunenbränden in Sachsen und Jochsberg im Einsatz.

1988 Der Stadtrat beschließt die Anschaffung eines weiteren Tanklöschfahrzeugs TLF 16.

1989 120-Jahresfeier der Wehr mit einer Großübung aller Feuerwehren der Gesamtgemeinde auf dem Betriebs-
gelände der Textilveredlungsunion in der Rammersdorfer Straße.

Am 04.März wird die Gründung eines nicht eingetragenen Feuerwehr-Vereins beschlossen.

1992 Wegen zu geringer Sichtweite durch Nebel gab es am 29.Februar auf dem unserer Wehr zugeteilten Autobahn-
abschnitts eine Massenkarambolage. Der Einsatz dauerte von 13.45 bis 23.45 Uhr.

Am 08.Juni ging auf Leutershausen ein mehr als zwei Stunden dauernder Wolkenbruch mit Hagel nieder.
Das Altstadtgebiet stand teilweise über einen halben Meter tief unter Wasser und sehr viele Keller waren
überflutet. Viele Nachbarwehren und auch das THW unterstützen unsere Wehr und die Bevölkerung von
Leutershausen in sehr anerkennenswerter Weise.

1994 1. Bis 4.Juli 125-jähriges Bestehen der Wehr mit großem Festkommers

2000 Aufstellung der ersten vier freiwilligen Damen in der Wehr Leutershausen die mit zwei jungen Neueinsteigern
und drei Wiedereinsteigern eine neue Löschgruppe bildeten.

2002 Die Jugend und Nachwuchsarbeit wird aktiv vorangetrieben um den Fortbestand der Wehr zu sichern.
Aufstellung der ersten Jugendgruppe. Werbung am Altstadtfest für eine zweite Jugendgruppe und später
Aufstellung dieser!
Im März größerer Brand bei einer Firma in Aurach, die Produkte aus Plastik herstellt. Sonst immer mehr
technische Hilfeleistungen.

2003 Der Mittwoch etabliert sich immer mehr als freiwilliger Übungstag für alle Kameraden. Auch Leistungsprüfungen
werden turnusgemäß alle zwei Jahre kontinuierlich abgelegt.

Präsentation unserer Wehr auf der AGIL-Ausstellung unserer Partnergemeinden Aurach, Burgoberbach und
Herrieden in Aurach.

Schwerer LKW Unfall auf der Autobahn A 6 mit Fahrzeugbrand.

2004 Seit Jahren wird immer wieder der dringende Bedarf eines neuen Feuerwehrhauses an die Stadt gerichtet.

Mehrere Brände, u.a. ein größerer Scheunenbrand und einige Verkehrsunfälle in diesem Jahr.

2005 Vermutlich durch einen Blitzeinschlag wurde die Sirenensteuerung in Betrieb gesetzt. Die Sirene lief ohne Unter-
brechung und konnte nur durch das Entfernen der Sicherung wieder gestoppt werden.

Ein älterer Mann, Ehrenmitglied unserer Wehr, verstarb frühmorgens beim Spazierengehen direkt vor unserem
Gerätehaus.

Ein weiterer kurioser Einsatz wurde uns durch die Polizei beschert. Passanten hatten um 4.00 Uhr eine Katze
auf dem Dach einer Tankstelle gemeldet. Diese wurde dann fachmännisch geborgen.

Eine zweitägige Informationsveranstaltung unter dem Motto "Blaulichttage" wurde unter Teilnahme des BRK,
Wasserwacht und der Rettungshundestaffel von unserer Wehr veranstaltet. Werbung für, und Aufstellung der
dritten Jugendgruppe.

2006 Im Februar Einsatz bei der Schneekatastrophe in Bodenmais.

Verkehrsunfälle und ein Brand in der Späneabsauganlage einer großen holzverarbeitenden Firma im Gewerbe-
gebiet.

ES IST SOWEIT! Baubeginn und am 14.07. - 18.00 Uhr, Grundsteinlegung für unser neues Feuerwehrhaus in
der Färbereistrasse.

Im August brannte direkt neben dem alten Gerätehaus ein Holzschuppen und das Feuer drohte sich aus-
zuweiten.

September - Gasexplosion in Lehrberg, bei der mehrere Hundert Einsatzkräfte vor Ort waren. 6 Tote sind zu
beklagen und es wurde Katastrophenalarm ausgegeben. Dieses Ereigniss ging durch Funk und Fernsehen.

2007 07. - 08. 09.Einweihung unseres neuen Gerätehauses mit großem Festkommers.

2008 Die Freiwillige Feuerwehr wählt Gerd Meier zum neuen Kommandanten.

2009 Eine neue Jugendgruppe wird aufgestellt.
 

Unzählige Einsätze hatte die Wehr in den ganzen Jahren. Alle einzeln aufzuzählen würde den Rahmen des Geschicht-
lichen Überblicks sprengen, weshalb nur größere und besondere Einsätze erwähnt wurden. Für die Zukunft wollen wir
weiter, getreu unserem Wahlspruch, ' einer für alle - alle für einen,Gott zur Ehr - dem nächsten zur Wehr' handeln,
und uns für unsere Mitbürger einsetzen.